Bericht Impuls 2008:

Mission is possible – Von Saulus zu Paulus

Am Montag dem 14.07.2008 erreichten kurz nach der Mittagszeit 63 Flüchtlinge im Teenager Alter, welche auf der Flucht vor Saulus waren, den Bahnhof Scuol. Dort wurden sie von 22 älteren Flüchtlingen, die bereits am Wochenende fliehen mussten, in Empfang genommen. Mit einer Karte, auf welcher einige Posten eingezeichnet waren, und der nötigen Vorsicht, Saulus und seinen Helfern auf dem Weg nicht in die Arme zu laufen, gelang es allen Teilnehmern, sich wohlbehalten zum Versteck in Pradella durchzukämpfen. Kaum hatten sich die Teilnehmer im Versteck eingelebt, die Küche von ihrer besten Seite kennengelernt und die Lagerregeln vorgetragen bekommen, hiess es auch schon:„Bereit machen für ein Nachtgeländespiel!“ Nachdem sich einige Flüchtlinge zuerst sträubten, die Überzeugungskraft der Leiter aber doch überwiegte, genossen es alle und fielen am Abend müde ins Bett. Am nächsten Morgen tauchten mithilfe einer DVD Einspielung des Sola-TV-Teams rund um Mathis Sieber auch jene, die sich bis anhin noch nicht mit der Geschichte des Paulus beschäftigt hatten, mitten in die Geschehnisse ein. Da die Freizeit wiederum unter Jugend & Sport durchgeführt wurde, hatte auch das achte von dem Bund FEG und der Action Biblique gemeinsam durchgeführte Lager einen altbekannten Tagesablauf: An jedem Tag erlebten die Teilnehmer mindestens zwei Stunden Sport, welche in einem Spielturnier, einem Postenlauf oder auch einfach in einem Geländespiel zu finden waren, und zwei Stunden Lageraktivität, welche aus Workshops, einem Gruppennachmittag oder sogar einem Besuch im Altersheim bestanden. Nicht fehlen durften natürlich auch gewisse Schwerpunkte. So die tägliche Stille Zeit in Gruppen und die allabendlichen Andachten.
In der ersten Woche beschäftigen wir uns mit Saulus. Einigen Teilnehmern wurde klar, wie sie selbst manchmal ein Leben wie Saulus führen. So machten wir uns am Abend des 18.7. mit allen Flüchtlingen auf den Weg auf „Plan Grond“, wo Matthias Mauerhofer den Heilsweg verkünden durfte. Gott kann aus jedem Saulus einen Paulus machen! An diesem Abend durften einige seelsorgerliche Gespräche geführt werden. Mehrere Teilnehmer entschieden sich für ein Leben mit Jesus. Andere machten an diesem Abend einen Neuanfang mit Gott.
Wir durften an jedem Tag von neuem erleben, wie Gott uns bewahrte und seine schützende Hand über uns hielt. So konnten wir am 25. Juli alle Teilnehmer mit der Zusage nach Hause schicken: „Mission is possible!“

Flurin Maron, August 2008